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Projektbeschreibung
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Beschreibung

 

Erfolgreiche Integration hängt zu einem großen Maße davon ab, wie sowohl Migranten als auch Mitglieder der Aufnahmegesellschaft in der Lage sind, in interkulturellen Begegnungen miteinander umzugehen und ein beidseitiges Verständnis zu entwickeln. Diese Fähigkeit erfordert nicht nur Toleranz und die Bereitschaft, sich mit dem Fremden auseinanderzusetzen, sondern auch die Fähigkeit, in interkulturellen Interaktion angemessen zu handeln. Diese interkulturelle Kompetenz muss sowohl auf Seiten der Migranten als auch der Mitglieder der Aufnahmegesellschaft vorhanden sein.
Während zahlreiche umfassende Untersuchungen die Wichtigkeit von sprachsystematischen Kenntnissen (Phonetik, Semantik, Grammatik) für eine erfolgreiche Integration nachgewiesen haben, wurden die handlungspragmatischen Grundbedingungen erfolgreicher (und misslungener) authentischer interkultureller Interaktionen in diesem Zusammenhang noch nicht umfassend erforscht. Deshalb hat sich dieses Projekt die Aufgabe gestellt, interkulturelle Interaktionen in einem besonders integrationsrelevanten Zusammenhang zu erforschen, nämlich in der multikulturellen und multilingualen Schule (am Beispiel niedersächsischer Schulen). Hier werden grundlegende Weichen nicht nur für die Zukunft jugendlicher Migranten, sondern auch für die Zukunft einer multikulturellen Gesellschaft gelegt.
Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung sollen Angebote zur Verbesserung der schulischen Interaktion sowohl im schulischen Zweitsprachenförderunterricht wie im schulischen Fachunterricht entwickelt werden. Diese Angebote richten sich dabei einerseits direkt an die jugendlichen Migranten, umfassen aber auch Weiterbildungsangebote für Lehrende im schulischen Sprach- und Fachunterricht.
Methodologie, Instrumente und Ergebnisse dieses Projektes werden auch auf andere Migrantengruppen und insgesamt überregional anwendbar sein.


 

Methode

 

Im Rahmen dieser Untersuchung wird konkret erforscht, wie eine Stichprobe von jugendlichen Spätaussiedlern den Anforderungen interkultureller Interaktionen im schulischen Zweitsprachförder- und Fachunterricht begegnet und wie dies mit dem Stand und der Entwicklung ihrer Sprachkenntnisse, ihrer interkulturellen Kompetenz und ihrer Integration zusammenhängt.
Dieser Untersuchung liegt ein interdisziplinärer und triangulierender Ansatz zugrunde, der neben ethnographischen und sprachwissenschaftlichen Methoden die Kombination quantitativer und qualitativer Datenerhebungs- und -auswertungsverfahren vorsieht.
Auf der Basis der über diese empirische Longitudinalstudie gewonnenen Erkenntnisse sollen innovative Konzepte und praktische Empfehlungen für Integrationsmaßnahmen formuliert werden, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung interkultureller Kompetenz insgesamt sowie der Bewältigung interkultureller Interaktionen im Besonderen.